Die Blitzumfrage des VDIV Deutschland im Zeitraum vom 14. bis 19. März 2023 wurde von 1.563 Verwaltungsunternehmen beantwortet und befasste sich mit dem finanziellen Aufwand für energetische Sanierungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.
Zusammenfassung der Ergebnisse:

  1. Nur 3,5% der Verwaltungsunternehmen gaben an, dass die Rücklagen in den von ihnen betreuten WEGs hoch genug sind, um die betreffenden Gebäude umfassend energetisch zu sanieren.
  2. Lediglich 12,8% der Unternehmen schätzen, dass die Rücklagen ausreichend sind, um den Einbau von erneuerbaren Energien zu finanzieren.
  3. Fast 90% der befragten Verwaltungsunternehmen planen vor dem Hintergrund möglicher zusätzlicher Sanierungsaufgaben in naher Zukunft, den WEG eine Erhöhung der Rücklagenzahlungen vorzuschlagen.
  4. Mehr als 90% der Unternehmen sehen die Gefahr, dass einzelne Eigentümer finanziell nicht in der Lage sein könnten, höhere Rücklagen zu zahlen.
  5. Noch höher, nämlich 94% der Unternehmen, befürchten, dass einzelne Eigentümer finanziell nicht in der Lage sein könnten, eine Sonderumlage für Sanierungsmaßnahmen zu zahlen.
  6. Nur 14,9% der Verwaltungsunternehmen halten ihre Personalkapazitäten für ausreichend, um umfassende energetische Sanierungs- und Baumaßnahmen in WEGs zu begleiten und umzusetzen.

Die vollständige Umfrage finden Sie hier: 
https://vdiv.de/publikationen

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Baufinanzierungsvermittler lässt Portfolio von Sprengnetter analysieren: Fast die Hälfte der finanzierten Immobilien hat Sanierungsbedarf.

Die Energieeffizienz von Immobilien wird immer wichtiger, insbesondere aufgrund hoher Energiepreise und regulatorischer Vorgaben. Um einen Überblick zu erhalten, hat der Baufinanzierungsvermittler Interhyp den Immobilienbewerter Sprengnetter damit beauftragt, für mehr als 100.000 vermittelte Finanzierungen aus den Jahren 2020 und 2021 die Energieeffizienzklasse (EEK) der Immobilien zu ermitteln. Das Ergebnis: Fast die Hälfte der finanzierten Immobilien hat Sanierungsbedarf und befindet sich in den EEK F, G oder H.

Trotzdem kaufen oder bauen viele Kundinnen und Kunden von Interhyp besonders energieeffiziente Objekte. Der Immobilienmarkt befindet sich nach einem turbulenten Jahr gerade in einem neuen Gleichgewicht, wobei die Energieeffizienz der Immobilie eine wichtige Rolle spielt. Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, betont die Bedeutung der EEK: „Der Wunsch, den persönlichen CO2-Fußabdruck zu minimieren, rückt die Energieeffizienzklasse zunehmend ins Blickfeld.“

Sprengnetter hat für jede einzelne Finanzierung die EEK, CO2-Emissionen sowie End- und Primärenergiebedarf ermittelt, um das Portfolio von Interhyp durchleuchten zu können. Das von Sprengnetter entwickelte Energieeffizienzklassen-Screening liefert wertvolle Erkenntnisse für die Baufinanzierung und zeigt auf, wo Sanierungsbedarf besteht.

 

Die Ziele sind hochgesteckt:
Deutsche Bundesregierung plant klimaneutral zu sein: Wohnen verursacht ein Viertel der CO2-Emissionen in Deutschland

Die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein. Doch um dieses Ziel zu erreichen, muss auch der Bereich Wohnen betrachtet werden, der knapp ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland verursacht. Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY müssten noch etwa 80 Prozent aller Gebäude in Deutschland saniert werden, um bis 2045 klimaneutral zu sein. Allein bei Wohngebäuden wären Sanierungskosten von rund drei Billionen Euro nötig.

Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Politik, Immobilienbranche und Finanzsektor, um diese Mammutaufgabe zu bewältigen: „Hier müssen wir alle an einem Strang ziehen, um einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Es liegt viel Arbeit vor uns, aber auch viel Potenzial.“

Die Sanierung von Gebäuden ist eine wichtige Maßnahme, um die Emissionen im Wohnsektor zu reduzieren und das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Es ist notwendig, dass die Politik hierfür die richtigen Rahmenbedingungen schafft und die Immobilienbranche sowie der Finanzsektor entsprechende Investitionen tätigen.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

https://shop.sprengnetter.de/blog/interhyp-fast-die-haelfte-der-immobilien-unseres-portfolios-muesste-saniert-werden

 
Das EU-Parlament hat mit einer klaren Mehrheit für strengere Anforderungen an die Energieeffizienz von alten Wohngebäuden gestimmt. Bis 2033 müssen viele Immobilien saniert werden, um mindestens die mittlere Energieeffizienzklasse „D“ zu erreichen. Die Entscheidung muss noch mit den EU-Mitgliedstaaten ausgehandelt werden, denn es gibt kontroverse Diskussionen und Kritik von Politikern und der Immobilienbranche. Besonders betroffen von den neuen Regeln wären in Deutschland über 7 Millionen Eigenheime und 7,2 Millionen Wohnungen, die bisher in den Energieklassen „G“ und „H“ eingestuft sind. Laut EU-Kommission könnten bis zu 30 Millionen Gebäudeteile in der EU von einer Zwangssanierung betroffen sein. Doch auch finanzielle Unterstützung soll bereitgestellt werden: Bis 2030 stehen bis zu 150 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt zur Verfügung. Das EU-Parlament fordert außerdem, dass der Zugang zu Zuschüssen und Finanzierungen erleichtert werden sollte. Die Sanierungspflicht wird bei vielen Immobilien zu teuren Investitionen führen, jedoch wird auch der langfristige Nutzen für die Umwelt und die Einsparung von Energiekosten hervorgehoben. Die genauen Pläne und Auswirkungen der neuen Regelungen sind jedoch noch nicht endgültig festgelegt und können sich noch ändern.